KASSANDRA | Zunge: reißen

Katja Erfurth

Upper body of a white woman in a black shirt, making a gesture and covering her face with both hands

Kassandra, in der griechischen Mythologie die Tochter des trojanischen Königs Priamos und der Hekabe, erhielt vom Gott Apollon wegen ihrer Schönheit, die Gabe der Weissagung.
Als sie jedoch seine Verführungsversuche zurückwies, verfluchte er sie, auf dass ihre Weissagungen niemals Gehör fanden.

Katja Erfurth beschäftigte sich in der Begegnung mit Deutscher Gebärdensprache, der Sprache der Nichthörenden, in verschiedenen Residenzen tiefer mit dieser visuellen Sprache. In ihrer steten Auseinandersetzung mit Körpersprache und Tanz war es ihr ein folgerichtiger Schritt, die nonverbale Kommunikationsebene der Gebärdensprache in ihrer Historie und ihren Prinzipien kennenzulernen und körperlich zu erfahren.

Kassandra steht wie keine andere Figur als Sinnbild, kein Gehör zu finden. Davon inspiriert, verbindet Katja Erfurth ihre choreografische Bewegungssprache mit konkreten und assoziativen Gebärden für sich als Tänzerin und das Ensemble AuditivVokal Dresden.


Künstlerische Gesamtleitung, Choreografie und Tanz: Katja Erfurth
Komposition und Gebärdenchoreografie: Helmut Oehring
Musikalische Leitung: Olaf Katzer
AuditivVokal Dresden: Marie Bieber, Julia Böhme, Sophia Hohenöcker, Katharina Salden, Sinah Seim-Olesch, Anne Stadler, Dorothea Wagner
Licht: Ted Meier
Audiozuspielproduktion: Torsten Ottersberg / STUDIO GOGH smp


Gefördert durch die Kulturstiftung des Freistaates Sachsen und die Landeshauptstadt Dresden, Amt für Kultur und Denkmalschutz. In Kooperation mit AuditivVokal Dresden.

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