Garten als widersprüchlicher utopischer Raum

Rosalind Masson & Florence Freitag

Recherche-Residenz in Kooperation mit dem Botanischen Garten der TU Dresden

TANZPAKT Dresden Residenz Rosalind Masson Florence Freitag
Foto: Jana Mila Lippitz
TANZPAKT Dresden Residenz Rosalind Masson Florence Freitag
Foto: Jana Mila Lippitz
TANZPAKT Dresden Residenz Rosalind Masson Florence Freitag
TANZPAKT Dresden Residenz Rosalind Masson Florence Freitag
Foto: Jana Mila Lippitz
TANZPAKT Dresden Residenz Rosalind Masson Florence Freitag
TANZPAKT Dresden Residenz Rosalind Masson Florence Freitag
Foto: Jana Mila Lippitz
TANZPAKT Dresden Residenz Rosalind Masson Florence Freitag
TANZPAKT Dresden Residenz Rosalind Masson Florence Freitag
TANZPAKT Dresden Residenz Rosalind Masson Florence Freitag
TANZPAKT Dresden Residenz Rosalind Masson Florence Freitag
Foto: Jana Mila Lippitz
TANZPAKT Dresden Residenz Rosalind Masson Florence Freitag
Foto: Jana Mila Lippitz
TANZPAKT Dresden Residenz Rosalind Masson Florence Freitag
Foto: Jana Mila Lippitz

Die Forschungsfrage, die hinter dieser Residenz steht, wurde durch eine Ausstellung im Jahr 2019 inspiriert, die nach Hieronymus Boschs Meisterwerk „Garten der irdischen Freuden” von 1500 im Martin-Gropius-Bau in Berlin benannt war. Die Ausstellung beschäftigte sich mit dem Anthropozän in Bezug auf Themen wie Saatgutpolitik, Folgen des Kolonialismus und historische Segregation. Die Ausstellung untersuchte den Garten als Ort der Dualität und des Widerspruchs: zwischen Harmonie und Chaos, Ausschluss und Einschluss, Utopie und Dystopie. Weitere Untersuchungen führten zu der Problematik hinter dem Begriff des Anthropozän und zur Entdeckung des Begriffs der Subszendenz des „dunklen Ökologen” Timothy Morton. Subszendenz bedeutet einfach ausgedrückt, dass das Ganze kleiner ist als die Summe seiner Teile. Somatische Praktiken erleichtern u.a. eine Subszendenz des Körpers und ermöglichen dem Erlebenden den Zugang zu einer zellulären, neuronalen und metabolischen Ebene des Zuhörens und Verstehens. Wie ermöglichen es uns somatische Praktiken angesichts der klimatischen Auslöschung, uns wieder als Teil einer symbiotischen Gemeinschaft von Pflanzen zu positionieren, und warum ist das bewusste Atmen ein Akt radikalen Widerstands?

Aufgrund der Reisebeschränkungen im Zusammenhang mit den Maßnahmen zur Eindämmung von COVID-19 arbeiteten Rosalind Masson und die Kollaborateurin, Performerin und Multimediakünstlerin Florence Freitag auf Dis/Tanz. Sie standen in Mailkontakt mit ihrer Hauptforschungspartnerin, der wissenschaftlichen Leiterin des Botanischen Gartens der TU Dresden, Dr. Barbara Ditsch. Rosalind arbeitete von der Obermühle Görlitz aus, wo sie lebt und gärtnert. Florence begann ihre Residenz in Berlin – begleitet von 21 grünen Begleiterinnen in ihrer Wohnung und einem riesigen Feld – und ist im Mai 2020 zu Rosalind gestoßen, um ihre Forschungen aus der Nähe fortzusetzen und nach der Wiedereröffnung des Botanischen Gartens in Dresden ihre Forschungen im Botanischen Garten zu präsentieren.

Die Blogs der beiden Künstler:innen:

Rosalind Masson
Florence Freitag