Tanz und Gebärdensprache

Katja Erfurth

TANZPAKT Dresden Residenz Katja Erfurth
Foto: Jana Mila Lippitz
TANZPAKT Dresden Residenz Katja Erfurth
Foto: Jana Mila Lippitz
TANZPAKT Dresden Residenz Katja Erfurth
Foto: Jana Mila Lippitz
TANZPAKT Dresden Residenz Katja Erfurth
Foto: Jana Mila Lippitz
TANZPAKT Dresden Residenz Katja Erfurth
Foto: Jana Mila Lippitz

Die Auseinandersetzung mit der natürlichen Körpersprache, die ihre Fortsetzung im Tanz findet, begleitet Katja Erfurth als Tänzerin, Choreografin, wie auch als Pädagogin schon seit Beginn ihrer künstlerischen Arbeit. In Workshops, die sie für gehörlose oder schwerhörige Menschen anleitete, die von Dolmetscher:innen begleitet wurden, hatte sie erste Berührungspunkte mit Gebärdensprache.

In der Begegnung mit dieser visuellen Sprache, faszinierte sie die vollkommen nonverbale Kommunikationsebene, ihre Komplexität im Einbeziehen von Händen, Armen, Mimik und Körper und ihre Mehrdimensionalität und Grammatik im Raum.

Ihre Recherche-Residenz hatte zum Ziel, die Gebärdensprache zu erforschen, in Grundsätzen zu erlernen und sie in ihre Bewegungssprache des Tanzes zu assimilieren. In Zusammenarbeit mit vigevo beschäftigte Katja Erfurth sich mit der Herkunft, Entwicklung und dem gesellschaftlichen Wandel der Gebärdensprache und untersuchte, inwiefern unwillkürliche Gesten der Hörenden mit Gebärden verwandt sind bzw. sie eine eigenständige Entwicklung erfuhren.

Im Anschluss an die Residenz soll das Verweben von Tanz und Gebärde, neben Klang und Musik in einem inhaltlichen Kontext erforscht und entwickelt werden. In einer gemeinsamen Arbeit mit dem Komponisten Helmut Oehring und dem Ensemble AUDITIVVOKAL Dresden wird Katja Erfurth das Stück „Kassandra“ in Koproduktion mit TANZPAKT Dresden zur Uraufführung bringen.